Interview mit JeanCharles Tomas

Traumräume von JeanCharles Tomas

JeanCharlesTomas-interiordesign-Nice-Monaco-CapFerrat-France via ZWEI Design

Vor ein paar Monaten bin ich auf die Arbeit von JeanCharles Tomas gestoßen. Seine Ästhetik und sein Stil haben mich vom ersten Moment an begeistert. Sein Auge für Materialien und Farben so wie sein Ansatz, die Integrität eines Raumes zu bewahren während er diesem einen modernen und kontemporären touch verleiht, sind einmalig.

Ich hatte die Möglichkeit, JeanCharles kennen zu lernen und konnte ihm einige Fragen stellen, über seine Karriere als Innenarchitekt.

Jean Charles wurde im Süden Frankreichs geboren und spiegelt der Charme und den Luxus wieder, welchen viele exzellente französischer Designer mit sich bringen.

Jean studierte Design in Paris und arbeitete weltweit an Projekten, bevor er sein eigenes Designstudio im Jahr 2016 eröffnete.

sowie eines seiner ersten Projekte, einer 180m2 Residenz in Saint-Sulpice, Paris, stellen

Hallo JeanCharles
Danke, dass du dir die Zeit nimmst, mir ein paar Fragen zu beantworten. Kannst du mir ein wenig über eines deiner ersten Projekte, das Gebäude und die Wünsche des Kunden erzählen?

Sehr gerne, eines meiner ersten Projekte war eine 180qm Residenz in Saint-Sulpice nahe Paris.
Das Gebäude wurde um das Ende des 19. Jahrhunderts im Haussmann-Stil gebaut. Die Klienten wollten einen Mix aus klassisch und zeitgenössisch; Das Cachet einer Pariser Wohnung, mit dem Komfort eines modernen Apartment.

Die Vorgabe war, den Innenraum sehr neutral und weich zu halten. Persönlich, mag ich neutrale Farben und das „Camaieu“ (französischer Begriff für monochromatische) im allgemeinen. Mit der Zeit, kann man sich an einem roten Sofa oder gelben Wänden satt sehen. Es ist einfachere, mit Dekor und kleinen Elementen, Farbe in Häuser zu bringen.

Die Herausforderung bestand darin, mit einem Schwarz-Weiß-Farbschema zu arbeiten und einige subtile Farbtöne mit Stoffen, Kissen und patiniertem Messing hinzuzufügen, um dem Raum Wärme zu verleihen.

JeanCharlesTomas-SaintSulpice interior design via ZWEI Design

Was war die größte Herausforderung für dieses Projekt?

Ich habe buchstäblich mit einem leeren Raum begonnen. Meine Kunden vertrauten mir zu 100 Prozent und gaben mir alle Freiheit. Daher musste ich mich um so mehr anstrengen, um ihren Erwartungen gerecht zu werden.

Hast du irgendwelche Renovationsarbeiten vornehmen müssen?

Ja, das war einer meiner Lieblingsaspekte. Als detailorientierte Person und durch meine Ausbildung und Erfahrung, bin ich von Natur aus sehr neugierig. Natürlich war es essentiell, mit hochqualifizierten Handwerkern zu arbeiten und genau zu beobachten, wie diese ihr Können anwendeten um etwas Magisches zu schaffen . Der Dialog mit den Handwerkern hilft mir während des Designprozesses und erlaubt mir, jedes einzelne Detail zu verstehen.

Was gefällt dir an diesem Projekt und an den Räumen, die du geschaffen hast am besten?

Das natürliche Licht in der Wohnung ist unglaublich – für mich hat es mehr Bedeutung, als der Raum selbst. In diesem Fall ist es nicht ein Element, das man ändern oder hinzufügen könnte. Licht, ob natürlich oder künstlich, definiert die Stimmung eines Raumes. Man kann das schönste Interieur entwerfen, wenn das Licht nicht stimmt, wird das Projekt bedeutungslos sein.

JeanCharlesTomas-SaintSulpice interior design via ZWEI Design

Das heißt, Licht spielt eine tragende Rolle in diesem Interior?

Ja, der Lindley Adelman Kronleuchter war sogar das erste Teil, was ich für das Projekt gekauft habe. Der Leuchter ergänzt die Stukkatur an der Decke perfekt.

Was war dein persönliches Ziel oder eine Richtlinie für die Gestaltung der Räume?

Ich wollte die Atmosphäre einer typischen Pariser Wohnung um die Zeit des 19. Jahrhunderts bewahren. Das Ziel war es. den Raum wieder zu beleben, ohne die klassischen Details zu verlieren (Stuck, Parkettboden, Feuerstellen …)

JeanCharlesTomas-SaintSulpice interior design via ZWEI Design

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Ich denke, ein Stil kann nicht mit ein paar Worten definiert werden. Stil ist etwas, das sich ständig weiter entwickelt. Persönlich, wird mein Stil geprägt, durch meine Reisen und Begegnungen. Das Paradoxe an Gestaltung ist, dass je mehr Wissen und Erfahrung man erwirbt, desto mehr Angst bekommt man neue Wege zu beschreiten. Mein Ziel ist es, zurück zu einem kindlichen Gleichgewicht zu finden, ein Ort an dem der Phantasie keine Grenzen gesetzt wird. Wie damals, als man mit Legos und etwas kreativer Anstrengung, endlos neue Strukturen und Konstruktionen geschaffen hat. Schlussendlich ist es mein Bestreben, das zu schaffen, was sich für mich „richtig“ anfühlt, anstatt Trends zu reproduzieren.

Kannst du mir verraten was du als Nächstes geplant hast?

Ich habe gerade ein Stadtwohnung in der nähe von Paris für fertiggestellt. Ansonsten bin ich viel am Reisen, versuche mich von unterschiedlichen Orten inspirieren zu lassen und unterschiedliche Menschen kennenzulernen. Eigentlich bevorzuge ich es alleine zu arbeiten aber ich finde es extrem inspirierend mich mit underen kreative auszutauschen und Erfahrung zu teilen.

Eine Frage zum Schluss. Gibt es eine Person oder einen Ort/Raum, mit dem du gerne zusammenarbeiten oder designen würdest?

Mein Traum wäre es ein Haus in Saint Jean Cap Ferrat zu gestalten. Dieser Ort ist Paradies auf Erden. Ein kleiner Landstreifen zwischen Nice und Monaco, umschlossen vom Mittelmeer. Aber auch New York ist und bleibt eine einzigartiger Stadt für mich. Es ist der Ort, an dem alles begonnen hat. Dort habe ich so viel gelernt, gerne würde ich in dieser Stadt etwas designen.

Vielen Dank, dass du dir die Zeit gekommen hast, uns Einblicke in deinen persönlichen Arbeits- und Gedankenprozess zu geben. Wir freuen uns sehr zu sehen, welche Räume du noch schaffen wirst und wie dein persönlicher Stil, sich mit jeder Erfahrung weiter entwickeln wird.

In meinem nächsten Blog Post zeige ich euch mehr Bilder dieses wunderschönen Interior in Saint-Sulpice von JeanCharles Tomas

Unterschrift Love Talitha

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